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Demnächst:

Nichts geschieht ohne Grund und die Lehre daraus ist nicht immer sofort begreifbar für uns. Oft werden wir den Sinn dieser Erfahrungen erst viele Jahre später erfahren und realisieren, dass es alles richtig war was passierte.

Dass alles einen Sinn ergibt

Sonntag, 20. Mai 2012

RED THREAD


Unsere Ansprüche steigen in Laufe des Lebens. Der Hunger kann zur Ende nie gesättigt werden.
Erwartungshaltungen an das Leben, an uns selbst, gesunde oder kranke Ambitionen. Was immer es ist, wir neigen dazu immer mehr besitzen zu wollen als ob wir nicht schon hier und heute einfach kurz anhalten könnten und uns daran erfreuen was wir bis heute erreicht und erschafft haben.

Wie war ich mal?
Wie bin ich heute?
Was habe ich in meiner Zukunft vor?

Ein Leben mit einem Ziel wie ein roter Faden, der uns dorthin bringen soll wo wir uns entschieden haben eines Tages ankommen zu wollen.

Das Leben in Dubai hat sehr starke Veränderung in ihrer Persönlichkeit hervorgerufen. Genauso wie sie ihr Leben in den anderen westlichen Ländern stark verändert hatte und eine neue Form dem roten Faden verlieh. Eine neue Persönlichkeit wurde geboren. Ein neues Ego, neues Selbstbewusstsein, neue Sichtweise und Erkenntnisse. Erkenntnisse darüber, wie wenig wir noch immer wissen und jeden Tag, was Neues dazu lernen. Erkenntnis, dass nicht alle Erwartungen erfüllt werden können und nicht müssen. Dass wir stark werden müssen besonders dann, wenn wir daran glauben es nicht mehr sein zu können.

Das Leben wirft uns in die Wellen eines Ozeanes und sagt: „jetzt schwimm“!
Es fragt auch niemand ob wir schwimmen können und ob wir es dazu bereit sind.
Es geht nur hier und jetzt. Du schaffst das und du wirst es Überleben oder du gehst unter.
Das Leben wird des Öfteren versuchen dich zu brechen, dich in die Knie zu zwingen, oder einen Fuchs aus dir machen der sich durch das Leben durchzuschleichen versucht.
Im besten Falle wird das Leben eine starke Persönlichkeit in dir bilden von denen die Anderen gleichermaßen Angst wie auch Bewunderung haben. Persönlichkeit,  ein wahrer Besitztum, das wahre Wert unseres Lebens.

Es ist immer deine Entscheidung ob du dich brechen lässt, aufgibst, den Schritt nach vorn oder zurück tust. Es liegt in deinen Händen eine Kämpfernatur zu kreieren, mit dir noch immer unbekannten Potenzialen. Persönlichkeit, die immer und immer wieder neue Kräfte generieren und dich nie aufgeben lässt.




(Fortsetzung folgt im Buch: RED LINE - DER WEG ZUR SELBSTBESTIMMUNG)


FREEDOM

Der Deutscher Mauerfall – 
Abschied des sozialistischen Regimes

West Berlin, 13 November 1989
Die Vorahnungen gab es schon viel früher und doch kam der Fall der Mauer wie auf einen Schlag.
Menschen Welle stürmte vom Osten in den Westen. Eine Euphorie und viele Hoffnungen mit der neu gewonnener Freiheit, neuer Zukunft, einer freien Welt. 

Menschen tanzten auf den Straßen, leer geräumten Läden, die Banken in denen die DDR Bürger Tage lang Schlange standen um das erste Willkommen - 100 West Deutsche Mark als Eintritt Paket, ein Geschenk des Westens zu erhalten. Mangel an Waren in den Geschäften die auf den Ansturm und die neue Markt Situation nicht entsprechend vorbereitet waren. Hier und da auf den Straßen liegen gelassene alte Kleidungsstücke aus der DDR Zeiten. Viele waren es, die den  Duft des Westens in der ersten Zeit enorm, ohne jede Begrenzung die neue Welt konsumierten.  Ein extremer Zustand.

Ihre Tochter war in dieser Zeit geboren. Gerade mal 1 Monat war sie alt. Sie hat von all dem was auf den Straßen geschah damals noch nichts mitbekommen. Vielleicht spürte sie nur unbewusst die emotionellen Stimmungsschwankungen, wo auch doch bei ihr neue Hoffnungen mit den vielen Veränderungen geboren waren. Wo es doch auch ihr Leben und ihre Vergangenheit, eines in Polen, in einer sozialistischen Statt geborenem Teenager war diesen Menschen hier doch so ähnlich. Sie waren frei und ihre Zukunft begann hier jetzt gerade. Ihre Zukunft war nach wie vor unsicher auch wenn sie sich damals mit den Menschen auf den Straßen so sehr mitfreute. Die Tränen der Menschen waren auch ihre Tränen in diesen Momenten.
Wie wird wohl die Zukunft aussehen?
Wann werden die in den Behörden eingereichten Dokumente positiv entschieden?
Wann wird die kleine Tochter endlich die Identität erhalten?

West Berlin, April 1989
Niemand wartete hier in dem Westen auf sie als sie an einem schönen sonnigen Tag als gerade 18 jähriger Teenager das erste Mal in ihrem Leben im West-Berlin eintraf.
Ihre neue Heimat grüßte sie an dem Tag nicht. Nicht an jenem und nicht an den darauf folgenden Tagen. Und doch spielte dies für sie an diesem Tag gar keine Rolle. Sie war hier und ihr neues Leben begann. Der Traum von der Emigration, ein Traum, das Viele in den sozialistischen Ländern träumten, erfüllte sich gerade und vor ihr lag eine rosige Zukunft. Dachte sie …
Nichts und niemand wird ihr diese neue Heimat nehmen. Niemand sie von hier fort treiben können. Sie wird hier wohnen, hier bleiben, sie wird hier ihr noch ungeborenes Kind auf die Welt bringen das sie gerade in sich trägt.

Das Grün der Frühling, der Duft der Bäume und der Blumen fühlte sich hier irgendwie anders an. Alles hatte hier eine andere Frische als auf der anderen Seite der Grenze. Sie liebte alles was sie sah, sie liebte Jeden den sie traf. Sie liebte ihr neues Leben. Sie war glücklich.

West Berlin, Deutschland, 13. November 1989
All das musste sich in den Herzen der Menschen, die gerade die Grenze überquerten und den frischen Duft der Westberliner Stadt an dem kalten November Nacht einatmeten, genauso angefühlt haben.
Ähnliches Szenario, ähnliche Gefühle

Der Ansturm wurde immer dichter, die Straßen immer voller und für den üblichen Trafik unpassierbar.
Wie eine Revolution sah es aus. Ein wenig wie die Zeit, die sie aus ihrer Kindheit kannte, den Jahren 1980 – 1985, als Solidarnosc die Oberhand gewann und die Menschen an die neue Bewegung aus der Tiefe der Seele glaubten. Alle hier im Westen wollten an dieser herbstlichen Nacht die neuen Deutschen Bürger begrüßen. Viele stellten in den Fenstern fertige Gerichte, warmen Kaffee, kleine Paketes hin und oft sogar Geld für alle, die das Gefühl der Freiheit das erste Mal nach vielen Jahren der kommunistisch-sozialistischer Gefangenschaft genießen durften.
Viele, die zwischen 1961 und 1989 jemanden verloren haben, die erfolglos versuchten  die Grenze zwischen dem Ost und dem West Teil zu überqueren.
So, wie sie ihre Familie verlor, als ihre Mutter mit ihrem Bruder in den Westen zogen, jeder für sich, jeder in eine andere Richtung, und viele, sehr viele Jahre nicht mehr wieder heimkehrten. Das Heim wurde zwischen den 1980-1990 von Vielen aufgegeben wie ein senkendes Schiff aus dem alle sich und Teile der Familien zu retten versuchten. Sie war damals gerade 14 Jahre alt.

Es liegt in unserer Psyche der Menschen das Gefühl der Gefangenschaft rekompensieren zu müssen, die Grenzen und Regeln zu brechen, und sich aus der viel zu kurz gehaltenen Leine eines Tages auszureisen.

Lass die liebe frei, wenn sie zu dir frei kommt, wird sie für immer deine sein

Gib der Bevölkerung das Gefühl aus den eigenen Bedürfnissen und Wille zu handeln, Verantwortung zu übernehmen, wird diese das, was sie tut lieber tun und wertschätzen. Wer wie eingesperrt Jahre lang lebt, wer keinen Wille, keine Rechte, keine Freiheiten genießen kann, wen man den Maulkorb an den Mund liegt, der droht eines Tages wie ein Vulkan zu explodieren  ohne jede Kontrolle alles um sich herum auszulöschen.
So wie eine Lava unter der Krater Oberfläche vor sich hin kocht bis sie eines Tages den Weg nach Draußen findet und alles auf dem Weg nach brutal vernichtet.

Genauso wie in Polen 1980 die Maßen den Aufstand als einzigen Weg der Befreiung sahen, einige ihr Leben riskierten und sogar verlor, um ihre Visionen und Träume zu leben.
Hunger Streiks, Panzer auf den Straßen, Trennen Gas in den Augen, Steine flogen durch die Luft. Das war die Zeit ihrer Kindheit. Einige Städte waren stärker betroffen als die andere. Stettin, die Stadt ihrer Kindheit, gehörte wegen der See Lage und der politisch- ökonomisch - militärischen Bedeutung der Häfen zu einer den heißesten Zonen genauso wie Gdansk, Gdynia, und Warschau, die Hauptstadt von Polen.

Stettin-Polen, 1 May 1981
Ein kleines Grundschulmädchen in einer Arbeiter Mai  Demonstration in eine Falle geraten zwischen Panzer, militärischen Zomo-Kommandos, Demonstranten und vielen die an diesem Tag für Unruhen sorgen sollten.
Alle Schulkinder auch wie viele Arbeiter waren gezwungen an diesen Tagen Teil an den Demonstrationen zu nehmen. Demonstrationen, die in sich friedlich verlaufen sollten und ein Symbol der freien Arbeit und Arbeit Rechte bedeuteten. Eine all jährliche friedliche Arbeiterbewegung. 
Dieser Tag begann ganz friedlich. Ganz friedlich begann auch ihr Morgen an dem Tag. In wenigen Stunden wurden die Straßen von Panzern gesperrt, Zomo, das militärische Kommando marschierte auf sie zu von der einen Seite, von anderen Seiten Steine flogen geworfen von den Demonstranten. Zu klein war sie um die Spielregeln damals zu verstehen. Gerade mal 11 Jahre alt, wusste sie nur ganz wenig von dem was damals passierte. Eltern dürften zu Hause nie laut darüber reden. Zu gefährlich war es damals sich zu politischen Themen zu äußern. Die Kinder konnten in der Schule ganz per Zufall was verraten, etwas, was die ganzen Familien in politischen Schwierigkeiten bringen konnte. Sehr stark zensiert waren damals die News und als Kind verstand sie gerade noch, dass die, die auf die Unbewaffneten mit den scharfen Waffen auf marschierten, keine Guten sein konnten. Mehr verstand sie damals nicht. Es wäre damals gar nicht gesund mehr als das zu verstehen.
Die Panzer kamen immer näher. Ihre Augen voller Gas. Tränen liefen ihr Gesicht herunter. Sie hörte nur die Schreie der Menschen, das Fallen der Steine, von irgendwo fielen einige Geschosse. Sie wird heute sicher sterben.

West Berlin 1989
Eingeschlossen in einem System aus dem sie nicht ausbrechen konnten mussten sich auch die Ost Deutschen damals gefühlt haben. Familien, die nach 1961 in wenigen Stunden durch das Schließen der Grenzen und der Aufbau der Mauer Zone ihre Familienangehörigen verloren. Viele von denen für immer
Heute war der Tag gekommen an dem alle Menschen ihre Familien, ihre Freude, und auch alle fremden in die Armen nehmen konnten. Das Glück war so spürbar und so rührend.
Vielleicht ahnten einige auch damals bereits dass die Wiedervereinigung für die Zukunft nicht nur Freiheit, sondern auch die Konsequenzen dieser Freiheit bringen wird?

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20 Jahre später

"In der repräsentativen Umfrage zum Stand der deutschen Einheit hatte sich die Mehrzahl der Befragte in Ost und West enttäuscht von den Ergebnissen der vergangenen zwei Jahrzehnten gezeigt. Erwarteten im Jahr 1989 im Osten Deutschlands 71 Prozent, dass sich ihre persönlichen Lebensverhältnisse verbessern würden, so sagen heute nur noch 46 Prozent, dass dies eingetroffen sei. Im Westen sind es sogar nur 40 Prozent (1989: 52 Prozent)"
(Die Welt)


(Fortsetzung folgt im Buch: RED LINE - DER WEG ZUR SELBSTBESTIMMUNG)

Samstag, 19. Mai 2012

ATHENA


http://www.youtube.com/watch?feature=endscreen&NR=1&v=81hMWhsFpPU

Berlin - Deutschland, 2007
Sie kann mich gut noch an das Buch erinnern.
Ein Buch über eine junge Frau die vom Instinkt getrieben ihr ganzes Leben hinter sich ließ und nach Dubai fuhr und ein neues erfahrungsreiches Leben begann. Eine Reise und eine Entscheidung wie ein Ruf, den inneren Frieden in dem Wüsten Sand von Dubai zu finden. Eine Frau, die einen magischen Tanz, ihres Lebens und ihrer Selbstverwirklichung, ihrer Emotionellen Freiheit tanzte. Eine Frau, die in Dubai dem Wüsten Wind und den Beduinen zuhörte, von ihrem Wissen lernte, von ihnen lernte, in sich hinein kehrte und sich selbst erfühlte.

Was genau sie dort tat und wie genau ihr Leben dort verlief, darüber handelte das Buch nicht. Es ging viel mehr um die Erfüllung ihrer inneren emotionalen Welt, ihres Bewusstseins, das Stillen des Hungerns, des inneren Rufes der sie dorthin trieb. Ein Leben, das wie eine Erfüllung voller Erfahrungen, Impressionen, Erfolgen und Tränen. Dubai, eine Episode die Teil ihres Lebens wurde und Antworten auf die Fragen ihres Lebens lieferte die sie in dem Westlichen Leben nie finden konnte.

Ein Geheimnis das sie wie magisch anzog, als sie an einem sonnigen Morgen in einem Starbucks Coffee Shop ihr Kaffee trank und über den Sinn ihres Lebens nachdachte.
Der Tag fing gerade an und der Berliner Kurfürstendamm fühlte sich zunehmend mit Menschen, und dem Berliner Stadt Trafik. Ein schöner und beliebter Olivaer Platz das direkt vor ihren Augen sich ausbreitete wurde zu ihrer Beobachtung Zone. Sie schaute sich die Menschen an, rennend in Eile ihres Alltages.
Den Trafik auf den Straßen und doch waren ihre Gedanken ganz woanders. Der Orient zog sie gerade magisch an mit dem im Orient verborgenem Geheimnis.

Spüren wir nicht alle an einem Punkt unseres Lebens, dass wir doch etwas vermissen?
Das uns unser Alltag doch nicht alles was wir wollen liefern kann und liefern wird?
Dass wir aus dem Alltag ausbrechen müssen auf der Suche nach einem neuen Sinn, nach einer Erfüllung?
Ein geordnetes Leben, eine teure Hauseinrichtung, eine neu gegründete gut prosperierende Firma, ein teureres Fahrzeug in der Garage. Das ungeplante Leben schien aufgegangen zu sein und so stabil wie nie zuvor. In ihren Adern scheint jedoch eingepflanzte Wanderer Blut zu fließen, das die Ruhe nicht genießen lässt und sich nach der nächsten Lebens Station sehnt. Unser Leben liefert uns immer Gelegenheiten und oft lassen wir diese einfach unsere Traum sein, weil wir mit dem Alltag doch zu fest verankert sind und das Risiko aus dem Alltag auszubrechen einen viel zu hohen Preis haben kann.

Ein kleiner Werbe Zettel zwischen den Cookies und dem Zucker, ein paar Worte die sie sofort wie aus einem langen Winter Traum erweckten. Eine Motivation Spritze, die sie gerade hier, gerade jetzt brauchte. Eine Vision, eine Idee, eine Hoffnung.

Ein frischer Wind zog durch den Raum des Coffee Shops und sie fühlte wie die frische Brise den Raum nach und nach immer mehr erfühlte. Wie ein Aufruf für ihr Leben, nach dem sie suchte als sie wie in einem Labyrinth eines Tages feststellte, dass der Weg eine Einbahnstraße ist und die Wand die vor ihr steht doch noch nicht das Ende ihrer Träume werden darf.

ATHENA war ihr Name. Die Hauptfigur dieses Buches aus dem sie das Zitat auf dem Werbezettel fand.
Sie bestellte das Buch sofort nach dem sie nach dem langen Arbeitstag ein wenig Ruhe vor dem Laptop fand. Sie lass das Buch wie ein verdurstetes Wesen bis zum Letzen Tropfen aus dem geistigen Trunk Becher trinkt. Durstig war sie. So durstig, dass sie mehr und mehr davon trinken wollte. Wie eine Magie das ihr von innen eine Wärme ausstrahlte, zog sie die Geschichte an. Eine Lebens Story einer jungen Frau die in einem Tanz ihre Erfüllung, ihre Ektase, ihr Leben und sich selbst fand. Das sich aus den Konventionen und des Schicksalsschlägen des Lebens nichts machte und selbstbewusst ihren Weg ging.
Eine Frau, die aus ihrem unkonventionellen Lebens ihre positive Energie schöpfte und ihr Zauber an die Anderen weiter projizierte. Eine genaue Widerspiegelung ihres wahren Daseins, ihrer Lebensstory. Verstanden und gut aufgehoben fühlte sie sich als sie das Buch lass. Es war ihr Leben und ihre Lebenseinstellung. Das unangepasste Leben das in keiner des Lebens Schubfächer passt. Ein Leben voller Adrenalin, voller Höhen und Tiefen, wie eine Achterbahn Fahrt. Ein Leben, das jeder leben will jedoch kaum einer sich traut weil es kaum einer sich erlauben kann.

Bequem sind wir Menschen. Bequem und feige. Gefangene der eigenen Gewohnheiten und Gegenstände. Verständlich auf der einen Seite auch, wo wir doch so viel zum Verlieren haben. Nicht jedoch wenn ein junges Mädchen ausgerissen aus dem sozialistischem Alltag irgendwann ihr Heim, ihre Heimat, ihre Familie verliert als ihr Mutter den weiten Weg in die Freiheit der westlichen Welt gesucht und gefunden hat. Auch sie hatte Träume und nahm das Risiko in die Hand. Auch sie zahlte einen hohen Preis dafür.

Was wäre wohl ihr Leben ohne diese Erfahrung geworden?
Würde sie sich heute noch vermutlich fragen wie es wohl wäre?
Athena, lebt in ihrer Seele, ihr Leben ist das der Athenas.
Ein Leben ohne Mann und ohne Liebe, die unerfüllten Sehnsüchte die einen anderen Weg des Ausdrucks und einen Ersatz schließlich finden.
Das eher mehr komplizierte als sichere und einfache Leben. Wer weiß wer uns den Weg so und nicht anders ausgesucht hat?
Waren wir es?
Wie eine Vorbestimmung fühlt sie sich manchmal an. Wir gehen den steinigen Weg das für uns schon längst gelegt wurde. Unsere Beine und Gedanken tragen uns dorthin und wir nicht fähig sind dagegen anzukämpfen.
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Oft genug fragte sie sich warum sie das Schicksal ausgerechnet hier in diese Region  geschickt hatte?
Warum gerade sie, wo ihre Persönlichkeit doch keine Einengung, keine Verbote, keine Anpassung duldet und den freien Wind spüren muss um sich entfalten zu können.
Und doch, ausgerechnet hier in Dubai fand sie ihren Weg und die lang gesuchte Antwort auf die Frage "WARUM"?
Es ist wie eine Vorbestimmung das sie hierher trieb. Man muss etwas aufgeben um was Neues zu gewinnen. Auch wenn es nur eine Erfahrung ist, eine Erkenntnis, das die extremen Erlebnisse und Emotionen, ein Mix von Gefühlen braucht um geboren zu werden.

Dort wo Gedanken nicht frei fliegen dürfen wächst das Bedürfnis nach der Entfaltung umso stärker und sensibilisiert uns viel mehr auf das worauf wir unser Leben lang blind waren.
Oft ist verwerfen dessen was uns selbstverständlich ist gerade der richtiger Weg nach vorn.


(Fortsetzung folgt im Buch: RED LINE - DER WEG ZUR SELBSTBESTIMMUNG)

THE CHOPIN PRELUDE

http://www.youtube.com/watch?v=ef-4Bv5Ng0w

Dubai, 2012
Tränen kullern in ihren Augen. Erinnerungen kommen hoch. Ihre Katze liegt neben ihr und schnorrt gemütlich als ob die Welt da Draußen heilig wäre und sie sich hier einfach gemütlich zur Ruhe betteln würden. Traurigkeit macht sich breit in ihrer Seele. Durch alle Zimmer schleicht sie sich durch und infiziert alle Ecken dieses Hauses. Nicht aufzuhalten diese Tränen, nicht aufzuhalten die Depression. Erinnerungen werden wach. 

Ein selbstgebasteltes Video Clip läuft gerade in ihrem Laptop. Ein Video, das sie zur Abschied eines geliebten Menschen, ihrem Leben, ihrer Liebe, ihrer Großmutter gewidmet hatte. Bilder voller Schmerz. Das Leben eines hübschen, kleines Mädchens, einer jungen Dame, einer Frau. Ein tragischer Tod, ein trauriges aber mit so viel Liebe erfühltes Leben. Ein Leben das sich ihre Großmutter selbst so nicht aussuchte aber tapfer immer ihren Weg ging, immer mit erhobenem Kopf, voller Stolz, mit Mut und mit Lebensfreude. Eine Jungend die ihr die Kriege genommen haben, genauso wie die Kriege ihr die Eltern, ihre Familie, Freunde, ihr Zuhause und ihr ganzes Dasein nahmen. Kriege, die aus dieser sanften Lady eine Löwin schäften. Die ihr alles nahmen und doch das Leben erhielten. Ein Leben das genauso mit Liebe wie mit Alltagssorgen erfühlt war. Ein Leben das in Danmark kurz vor ihrem Geburtstag durch ein dummes tragisches Verbrechen endete.

Stettin, 1975-1980
Chopin, das Präludium, das ihre Großmutter für sie immer spielte erklingt das ganze Zimmer.
Sie ist Mal wieder viele Jahre zurück.
Ein kleines Mädchen sitzt in einem dunklen Zimmer einer Stettiner feuchten Altbauwohnung ihrer Großeltern. An den Fenstern hängen alte Gardinen, nichts Schönes, nichts was das Auge erfreuen kann, aber irgendwie heimlich, ihr so bekannt und ein Teil ihres Lebens, ihrer Kindheit ist. Der Duft ihrer Großmutter breitet sich in der Luft als sie das Zimmer betritt und sich am Klavier setzt. Ihre Finger tanzen auf der Klaviatur. Sie hat keine schönen Finger mehr. Alt sehen die Hände ihrer Großmutter aus aber sie  liebt diese Hände so sehr und lauscht wie verzaubert den Tonnen der Chopin Musik. Tränen strömen über ihr Gesicht. Dieselben Tränen strömen über ihr Gesicht auch heute so viele Jahre später hier in Dubai.

Mai, Dubai, 2012
Fast 40 Jahre später, ein halb leeres hübsch aber gar nicht mal gemütlich eingerichtetes Zimmer einer Villa in Dubai. Das kleine Mädchen aus der Stettiner Wohnung ist zu einer Frau geworden. Sie ist nicht mehr klein auch wenn die Tränen immer noch die gleichen sind. Das Zimmer hell und groß. Das Leben ist ganz anderes als die, die sich das kleine Mädchen damals ausmalte.
Ob sie es damals wusste wohin ihre Wege mal führen werden?
Ob sie schon damals wusste wie tragisch der Tod ihrer geliebten Großmutter ihr eines Tages den Boden unter den Füssen bricht und sie Stumm werden lässt, für lange Monate voller Depressionen und Trauer. Eine Zeit, die ihr den Mut zum Leben und zum Sterben nahm?
Ein tragischer Tod, dass das Zweifeln an den Gott und an den Sinn dieses Lebens aufkommen lässt. Gedanken über den Sinn des Lebens und die Mission die wir alle in unserem Leben zur erfühlen haben. Ein Leben das kein Wunschkonzert ist auch wenn es sich manchmal wie ein Abenteuer anfühlt. Das Leben wird immer mit ein paar kostbaren Momenten des Glückes und den Zeiten der inneren Depressionen erfühlt sein.

Das Präludium spielt immer noch und ihre Tränen sind immer noch nicht ausgetrocknet. Ihre Gedanken versetzen sie gerade Kilometer fort nach Mallorca, dorthin, wo Chopin sein Präludium komponierte. Weit weg, hin bis zu einem Kloster in dem er seine Gefühle in die Musik verwandelte und sich in dieser Musik verewigte. Die Regentropfen des winterlichen Abends auf Mallorca in seine Musik projizierte genauso wie sie heute ihre Tränen und Erinnerungen in ihrem Buch festzuhalten versucht.

Sie lauscht den Tröpfen immer noch zu. Sie hört sie heute genauso wie sie es damals als kleines Mädchen in dem dunklen Stettiner Zimmer sitzend hörte. Sie kann sogar heute hier in Dubai die feucht - kalte Luft der Kloster Mauer in Valdemosa auf Mallorca beinahe fühlen. Sie atmet auch heute die Stettiner Luft und den Duft ihrer Großmutter tief ein. Der Duft ihrer Kindheit.

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Es wird sie brechen, wenn sie sich jetzt nicht aufrichtet und nicht anfängt ihr Leben in die Hände wieder zu nehmen. Es wird niemand kommen und sie aus den Depressionen wie aus einem tiefen Loch holen. Es wird ihr niemand den Weg wieder gerade richten. Ein Weg, das hier und heute eher wie ein Untergang und weniger wie ein Leben sich anfühlt. Nur sie kann und nur sie wird es tun. Ein Schnitt mit der Vergangenheit und dem Morgen schaffen. 

Heute wird sie noch einmal weinen, Heute wird sie noch einmal das kleine Mädchen sein und ihr die Momente des Traurig Seins erlauben. Morgen ist ein neuer Tag. Morgen wird sie wieder nach Vorn schauen, sich der Sonne von Dubai erfreuen, ihre Freunde treffen, kostbare Zeit mit ihren Kindern verbringen. Morgen werde sie ihr Leben weiter leben. Ihr Leben, so, wie es heute ist. Für sie, für ihre Kinder, für ihre Zukunft.

(Fortsetzung folgt im Buch: RED LINE - DER WEG ZUR SELBSTBESTIMMUNG)

THOUGHTS



Es ist schon ein sehr spannendes Gefühl so in die Jahre zurück zu blicken, besonders da sie ihr Leben lang immer nur nach Vorn schaute. Den Weg den sie sich selbst ausgesucht hatte in den Gedanken zurück zu verfolgen. Keiner gerader und keiner einfacher Weg. Ein Weg das sie durch viele Länder, viele verschiedene Kulturen, verschiedene politischen Systeme bis zu diesem Platz hier führte. Ein Weg, das nach wie vor nicht abgeschlossen ist.

Keine Ahnung, wo die nächste Kreuzung, nächster Stein, nächster Berg ist. Wer weiß es schon?
Sie sieht noch viele Berge vor ihr, viele Steine unter ihren Füssen und ein kleiner Zeichen, eine RED LINE an dem Horizont.

Sie sieht in ihrem geistigen Auge noch viele Länder, viele Stationen für ihr Leben und immer noch kein Zuhause in Sicht.



(Fortsetzung folgt im Buch: RED LINE - DER WEG ZUR SELBSTBESTIMMUNG)

Freitag, 18. Mai 2012

THE WAR


Stettin in Polen, Dezember 1980
Wir haben Krieg

Die Worte vom Präsident Jaruzelski in der polnischen TV im Dezember 1980 wird sie ihr Leben lang nie vergessen. Worte, die ihr Leben drastisch verändern sollten, die einen entscheidenden Einfluss auf alle Entscheidungen für ihre gesamte Zukunft nahmen.


Sie war gerade 10 Jahre alt als die Unruhen auf den Straßen in Polen ihre Kindheit beendeten.
Ein Innenpolitischer Krieg, eine schwere Zeit begann.

Der Morgen begann so wie immer. Die Krähe grüßten mit lautem kra kra kra….
Draußen lag Schnee. Ein schöner Schnee, weiß bedeckten Straßen und der Park Zeromskiego.
An den Wochenenden waren die Krähen immer irgendwie lauter als ob sie es wussten, dass sie an den freien Tagen eine ganz besondere Rolle spielen spielten. Die Straßenbahnen fuhren an den Tagen seltener wie sonst und  in der Stadt herrschte die gleiche irgendwie schöne Wochenende Stimmung. An diesem winterlichen Morgen war aber alles doch  ein wenig anders. Große Aufregung herrschte. Es sollte ganz besonderer Tag werden. Ein historischer Tag.

Dezember 1980
Der Weihnachtsmann sollte diesen Tag zu einem ganz besonderen Tag machen. Es sollte den Kindern Geschenke bringen und Freudestrahlen auf allen Gesichtern und in allen Herzen zaubern. An diesem Tag erwartete sollte ein tolles Kinder- Weihnachtsfest sein. An diesem Tag wollten Kinder viele andere Kinder treffen, sich besonders hübsch für die Erinnerungsfotos anziehen. Es sollte jede Menge Schokolade an diesem Tag geben. Mein Gott…der Tag sollte ein toller Tag werden

Ihre Mutter schaltete wie immer an jedem Morgen das Radio an. Die Musik gehörte immer zu ihrem Leben dazu. Musik aus dem in einem sozialistischen Land schwer ergatterten Radio. Eine schöne Musik an die sie sich noch heute gut erinnern kann.
Aber an diesem Morgen sollte etwas anders werden. An diesem Morgen sollte es keine Musik geben. Keine Musik und keine Lebensfreude, keine Kinder und keine Schokolade. An diesem Tag und an vielen folgenden Tagen.

Das Radio reagiert nicht.
Stumm. Wie viele Musik Kanäle ihre Mutter auch vergeblich ausprobierte. An diesem winterlichen Morgen spielte das Radio keine Musik. Stumm, sicher kaputt. Natürlich musste es kaputt sein. Sicher wird es wieder lange dauern bis ein neues Radio aus den schwer gespartes „Zloty“ auf einem Schwarz – Markt gekauft wird. Ein Radio, ein Status Symbol, ein Teil eines graues sozialistisches Lebens Und nun kaputt, kein Ton zu hören.

Etwas war anders an diesem Schnee bedeckten winterlichen Morgen. Auch wenn die Krähe noch immer genauso laut waren wie sonst. Die Stimmung sank. Das Radio und auch das TV funktionierten an diesem Morgen nicht. Fragen tauchten auf
was ist denn los?
Was geht vor?

Als auch das Telefon nicht funktionierte wurde allen bewusst, dass es kein Zufall mehr sein konnte, dass diese Stille nichts Gutes bedeuten kann.
Angstgefühl war spürbar, Unruhe herrschte in der kleinen, gerade mal 53 qm kleinen 2- Zimmer Wohnung.
Eine Wohnung, die sie in Polen als eine 4 köpfige Familie teilten.
Etwas war in der Luft nur keiner von ihnen ahnte noch welche Zeiten auf sie zugehen. Keine Antwort auf ihre Fragen, ein seltsames Gefühl der Machtlosigkeit und Unsicherheit.

Stettin, die Stadt ihrer Kindheit, war an diesem Morgen fast wie ausgestorben. Keine Autos auf den Straßen, keine Menschen, keine Weihnachtsstimmung.

Was sollte nun jetzt werden?
Was sollte es für Zeichen sein?
Wieso gerade jetzt und gerade hier?
Wieso und was?

Sie war gerade mal 10 Jahre alt, zu klein um all das was gerade passierte sofort zu begreifen. Zu jung um die Kindheit und die Sorgenlosigkeit zu verlieren.



(Fortsetzung folgt im Buch: RED LINE - DER WEG ZUR SELBSTBESTIMMUNG)

FOREWORD FROM DUBAI

http://www.youtube.com/watch?v=zRvhQ5Rf6-U&feature=player_embedded


Das Schweigen ist in Dubai gebrochen.
Ich kann nicht sagen warum gerade hier all meine Gedanken und Gefühle die einen Weg nach Außen in mir suchten, ausgerechnet hier in dem Wüsten Sand vom Dubai das Jahrelange Schweigen gebrochen haben.
Es wird mich brechen oder ich werde es lernen meine Tränen in dem Wüsten Sand zu vergraben, dem Wind meine Seele, meine Träume, meine tiefsten Gedanken anzuvertrauen und mich dem Leben stellen.  So, wie ich es immer tat

Ein Leben, wie ein Zug, das ohne Vorwarnung die Fahrt begann und mich von einer Station zu der nächsten  bringt…unaufhaltsam.




Warum ich gerade jetzt und gerade hier mich entschloss all meine bisherigen Erlebnisse und Erkenntnisse zu veröffentlichen?
Gerade dort wo die Seele, Körper und der Geist wie die Gefangenen umso sensibler als sonst auf der Welt fühlen?  Gerade dort steigt das Bedürfnis nach der Entfaltung umso mehr.

Vielleicht weil das Schweigen, so laut hier ist wie Nirgends sonst. 
Eine Art der inneren Befreiung.


(Fortsetzung folgt im Buch: RED LINE - DER WEG ZUR SELBSTBESTIMMUNG)